FärberMobil bringt Farbe in die Stadt

„Ich kann was“ heißt eine Initiative der Deutschen Telekom, die Projekte mit Kindern und Jugendlichen fördert, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen. Bei der diesjährigen Ausschreibung wurde der Internationale Mädchengarten in Gelsenkirchen ausgewählt. Bundesweit hatten sich über 800 Projekte beworben. Doch die Idee mit einem FärberpflanzenMobil auf Tour zu gehen, hat die Jury überzeugt.
„Ihr Projekt trägt dazu bei, die Kompetenzen und individuellen Fähigkeiten der Kinder zu entdecken und weiter zu entwickeln. Sie erleichtern den jungen Menschen damit ihre persönliche Entwicklung und in der Folge auch den Zugang zur Arbeitswelt von morgen“, lobt die Jury der Deutschen Telekom in einem Schreiben.
Seit drei Jahren hegen und pflegen Mädchen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen einen Garten auf der Wiese an der Schlosserstraße. Viele verschiedene Pflanzen liefern den Rohstoff, aus dem Farben für Textilien oder Schminke gewonnen werden. „Jetzt soll der Färbergarten mobil werden. Dazu werden zehn Mädchen als Pflanzenfarben-Expertinnen ausgebildet. Dann tourt das FärberpflanzenMobil ausgestattet mit einem Labor durch Gelsenkirchen, um vor Ort zu zeigen, wie man aus Pflanzen Farben gewinnen und weiterverarbeiten kann“, erläutert Renate Janßen von der LAG der Autonomen Mädchenhäuser, die Trägerin des Internationalen Mädchengartens ist.
Den Tipp zur Bewerbung bei der Initiative „Ich kann was“ bekam sie vom aGEnda 21-Büro, das auch bei der Projektentwicklung half. So wurde das FärberpflanzenMobil zu einem Gemeinschaftsprojekt des Internationalen Mädchengartens und des aGEnda 21-Büros im Rahmen der Kreativwerkstatt. „Dieses Netzwerk verschiedener Bildungsträger ist eine große Hilfe. Ein Gewinn für alle Beteiligten sowie die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt“, freut sich Renate Janßen dabei zu sein.
Bei aller Freude über die Förderung bleibt ein Wermutstropfen: Die 11.500 Euro der Telekom reichen nicht aus, um neben der pädagogischen Arbeit und der geplanten Workshops auch das Mobil komplett zu finanzieren. „Wir brauchen Sponsoren, um einen Anhänger oder ein geeignetes Fahrzeug finanzieren zu können. Toll wäre es, wenn uns jemand einen kleinen, gebrauchten Lieferwagen oder ähnliches überlassen könnte“, sagt Niels Funke vom aGEnda 21-Förderverein.

Wer helfen will, meldet sich unter der Rufnummern: 0209 / 147 91 30 (aGEnda 21-Büro)
oder 0209 / 4095 692 (LAG Autonome Mädchenhäuser)

Advertisements