Projekte

2014

Upcycling – aus Müll mach neu

Upcycling, das heißt Abfallprodukte oder nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte zu verwandeln. Und genau das war das Thema eines weiteren Ferienprogramms. Hier haben sie nicht nur eine Menge über Müll und Recycling erfahren, sondern auch einen „Kompostführerschein“ gemacht. Außerdem haben die Mädchen natürlich auch noch jede Menge nach dem Motto „Do it yourself“ aus Abfallprodukten hergestellt. Sie haben bspw. gelernt, wie man einzigartige Portmonees aus alten Getränkepackungen, Schmuck aus Prospekten und Klopapierrollen und kleine Täschchen aus alten Shampoo-Flaschen herstellt.

 

Ferien im Mittelalter

in diesem Ferienprogramm ging es zurück ins Mittelalter. Hier wurde aber nicht nur unter Zelten im Garten gechillt und gespielt. Die Teilnehmerinnen haben mit Pflanzen eigene Gewänder und Wolle gefärbt, gemalen und gefilzt. Sie haben ihr eigenes Wappen gestaltet und Papier mit Wassersiegel gschöpft, mit selbstgemachter Tinte und Feder geschrieben und Einblicke in Kräuterkunde und mittelalterliche Spiele gab es auch. Außerdem wurde mittags gemeinsam ganz mittelalterlich im Kessel gekocht und gebacken.

Der Mädchengarten wollte hiermit nicht nur einen Einblick in alte und z.T. vergessene Handwerke und Techniken geben. Das Thema wurde auch aufgegriffen, weil es viele Aspekte der nachhaltigen Entwicklung auf eine spannende Art bearbeiten lässt, so z.B. die natürliche Färbung von Kleidung, die ressourcenschonende Umgang mit Natur, den ökologischen Anbau und Verarbeitung von eigenen Lebensmitteln oder auch die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Diskriminierung am Beispiel von (Kräuter-)Frauen.

 

Girls4future – Workshops

Das Kompetenzzentrum bietet seit diesem Jahr „Girls4Future-Workshops“ als kostenloses Angebot für Mädchengruppen in Jugendeinrichtungen und der OGS an.

Die Girls4Future-Workshops 2014 sind Bestandteil des Projektes „Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung“ des Internationalen Mädchengartens in Gelsenkirchen. In dem Projekt lernen Mädchen verschiedene Aspekte zur Nachhaltigen Entwicklung kennen und werden zu Nachhaltigkeitsbotschafterinnen (Girls4Future) ausgebildet.
Parallel zu den Workshops bietet der Internationale Mädchengarten einen naturnahen Treffpunkt für Mädchen, in welchem sich die Mädchen frei von Rollenerwartungen und Zuschreibungen entfalten und ausprobieren können. Gleichzeitig lernen sie dort und Zusammenhänge der Natur kennen und übernehmen Verantwortung für die Natur.

Die Girls4future-Workshops sollen ein Angebot für ALLE Mädchen sein. Durch vorherige Absprachen über die Bedürfnisse und Assistenzbedarfe der Teilnehmerinnen, werden die Inhalte und Methoden individuell an die Gruppe angepasst. Dementsprechend sollen die Workshops möglichst barrierefrei gestaltet werden, damit auch Mädchen mit Behinderung an dem Angebot teilnehmen können.

Themenfelder sind:

• Kunst und Kreatives aus der Natur
• Globalisierung und Fairer Handel
• Klima und Energie
• Erde und Pflanzen haut nah
• Wasser, Müll und Ressourcen
• Lärm und Luftverschmutzung

 

2013

Schalker Gärten

Der Internationale Mädchengarten ist schon seit einigen Jahren ein Treffpunkt und Lernort im Grünen für Mädchen zwischen 8 und 15 Jahren. 2013 haben wir den Garten gemeinsam neu bewirtschaftet und gestaltet und unsere Pflanzen dann in den Stadtteil gebracht. Wir haben verschiedene (Färber-)Pflanzen aus dem Mädchengarten im Stadtteil verteilt und damit Schalke ein kleines Bisschen bunter gemacht. Wir begaben uns dafür auf die Suche nach Freiflächen, ungenutzten Hinterhöfen und Vorgärten. Wir wollten interessierten Nachbarn dabei helfen diese Flächen mit unseren Pflanzen zu begrünen und übernahmen die Patenschaft für die Beete.

 

Weekend-Labor

Der Internationale Mädchengarten öffnet seine Pforten nun auch am Wochenende. Jeden ersten Samstag im Monat wird hier unter dem Motto „Natur-Labor“ geforscht. Unsere Themen sind Erde, Wasser, Luft und Lärm. Welcher Müll ist biologisch abbaubar? Was sieht man durch ein Mikroskop im Regenwasser? Wie schaden Abgase Pflanzen und Wasser? Wie laut ist die Kurt-Schumacher-Straße? Diesen Fragen wollen wir mit euch auf den Grund gehen, um zu verstehen, wie wir unsere Umwelt beeinflussen und welchen „Fußabdruck“ wir hinterlassen. Wir erstellen dabei ein Forschertagebuch und halten alle Experimente und deren Ergebnisse fest.

 

Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung

Seit Mitte 2013 finanziert das Land NRW aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplanes das Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung im Internationalem Mädchengarten.

Junge Menschen sind sich auch sehr wohl ihrer Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen bewusst und wollen sich auch häufig für Themenbereiche einer nachhaltigen Entwicklung, wie Fairer Handel, nachhaltige Mobilität oder Umweltschutz, engagieren. Diesen jungen Menschen fehlt allerdings sehr oft der Zugang zu Netzwerken und anderen Akteuren, die sich bereits engagieren. Anderen, vor allem jüngeren Kindern,   muss ein globaler Zusammenhang ihres persönlichen Handelns hier vor Ort, oft auch erst vermittelt werden. Das persönliche „Erleben“ bringt hier den besten Lerneffekt.

Das Kompetenzzentrum bietet Mädchen und jungen Frauen, die sich gerne für eine nachhaltige Entwicklung engagieren wollen, nun die Möglichkeit sich entsprechend zu Qualifizieren und ihnen Wege in Netzwerke, Strukturen und anderen Aktiven zu öffnen.

 

2012

Mädchengarten – next generation

Der Internationale Mädchengarten ist Anfang 2012 auf ein neues, dauerhaftes Gartengrundstück umgezogen. Wir haben den neuen Garten von Anfang an gemeinsam mit Mädchen gestaltet. Unter den Leitgedanken von „BNE“, „biologischem Anbau“ und „Ressourcenschutz“ haben wir den neuen Garten angelegt.

 

Ameisencomic-Ilaydas Rettung

In einem selbstgestalteten Comic und einer niedlichen Geschickte um eine Ameisenfamile, haben die Mädchen das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen. Sie beteiligten sich hiermit an dem Wettbewerb von LizzyNet “ Un-endlich wertvoll!?“  im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde und erhielten eine Auszeichnung.

 

Bildband „Mädchen Expedition – Jägerinnen des verlorenen Schatzes“

– so hieß das Projekt des Internationalen Mädchengartens, bei welchem Mädchen zwischen neun und 16 sich 3 Monate lang wöchentlich trafen und in Gelsenkirchen-Schalke auf Fotosafaris gingen um dort den „verlorenen Schatz“ zu finden.   Aber was ist eigentlich dieser „verlorene Schatz“ in einem dichtbebautem Wohnquartier im Ruhrgebiet? Welche Möglichkeiten bietet der „graue“ Stadtteil tatsächlich? Welche Naturflächen und Bebauungen findet man? Welche Pflanzen und Tiere leben hier mitten im hecktischen Treiben unter uns? Ein genauer Blick auf den Stadtteil Schalke soll die Vielfalt der Natur und ihrer Bewohner inmitten der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen zeigen. Junge Mädchen aus dem Stadtteil gingen hierzu auf eine bunte Entdeckungstour. In dem Bildband zeigen sie nicht nur ihre liebsten Orte und Treffpunkte „auf der Straße“ sondern visualisieren die verstecken Natur- und Stadtfarben, die den meisten BewohnerInnen im hecktischen Alltag verborgen bleiben.

“Mädchen Expedition – Jägerinnen des verlorenen Schatzes”- so heißt auch der Bildband der daraus entstanden ist.  Die Texte und das Layout wurden von den Mädchen entwickelt und erstellt. Außer den von Seiten des Druckbetriebes vorgegebenen Vorlagen, stand den Mädchen die Gestaltung des Buches völlig frei.  Uns war es vor allem wichtig, die eigenen Ideen der Mädchen zu berücksichtigen. So ist die Struktur des Buches, durch ihre unkonventionelle Gestaltungsart geprägt.

Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln aus dem Quartiersfonds Schalke, welcher über das aus dem EFRE-kofinanzierten Operationellen Programm Soziale Stadt für NRW im Ziel «Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung» 2007-2013 finanziert wird.


FärberSommerCamp

Die 2011 zu Färberpflanzenlehrerinnen ausgebildeten Mädchen des aGEnda 21-Kooperationsprojektes „Färbermobil“ organisierten 2012 ein Sommercamp für Mädchen aus Flüchtlingsfamilien im Internationalen Mädchengarten.

5 Tage lang hat das Färbermobilteam sein ganzes Wissen über Färberpflanzen und deren Verarbeitung an interessierte Mädchen weitergeben und gemeinsam experimentiert. Unter dem Motto „Do it yourself“ wurde gemalt, gefärbt, genäht, gefilzt und natürlich angepflanzt. Im gesamten Zeitraum stand besonders das Thema „Ressourcenschutz“ im Vordergrund.


2011

Das Färbermobil

Das Projekt „Fäbermobil“ bestand aus drei Modulen: Mädchen im Alter von 9 bis 12 Jahren erforschten die Herstellung und Nutzung von Farben aus Pflanzen. Sie bauten ein mobiles Pflanzenfarbenlabor. Sie gingen damit auf Tour und gaben ihr Wissen an andere Kinder weiter. Die „Ausbildung“ wurde mit einem Zertifikat abgeschlossen. Die „Pflanzenfarbenlehrerinnen“ gehen immernoch mit ihrem Wissen und ihrem „Färbermobil“ auf Tour, um auch anderen Kindern ihre Rezepte und Methoden zur Pflanzenfarbengewinnung und -verarbeitung zu vermitteln.


Paradies der Farben

Auch 2011 standen die Pflanzenfarben, ihre Herstellung und Weiterverarbeitung wieder im Mittelpunkt des Jahresprojektes.

In den vergangen Jahren hat sich der Internationale Mädchengarten intensiv mit der Farbgewinnung aus Pflanzen beschäftigt. 2011 haben wir auf dem Übergangsgrundstück einen professionellen Färbergarten angelegt, bewirtschaftet und für unsere Experimente mit der Natur genutzt. Es wurde also gebuddelt, gepflanzt, experimentiert und natürlich gemalt.

 

2010

Natürlich Kunst!  –  Experimente mit der Natur

Etwas unerwartet musste der Internationale Mädchengarten Anfang 2010 das Grundstück auf dem ehem. Güterbahmhof Schalke-Süd verlassen. Durch die kommunale Etablierung und die ausgeprägte Netzwerkarbeit, ist es gelungen, eine Übergangslösung für den Internationalen Mädchengarten bis 2011 zu finden. Dies ist insbesondere dem Engagement des Stadtumbaubüros, des Stadtplanungsamtes und „Gelsengrün“ zu verdanken. Der Garten kam Anfang des Jahres auf einer öffentlichen Wiese am Rande des neuen Wohngebietes unter und konnte alle Pflanzen, Geräte und andere Anschaffungen mitnehmen und den Mädchen weiterhin den Raum Mädchengarten zur Verfügung stellen.

Trotz des Umzugs stand bei dem Jahresprojekt „Natürlich Kunst!“ das Experimentieren mit Pflanzen im Vordergrund. Die Mädchen haben aus ihnen Farben, Papier und Kunstwerke hergestellt. Hierbei waren die Erfahrungen, welche der Garten während der Entente Florale knüpfte sehr hilfreich. Auch die Netzwerke konnten Richtung aGEnda21-Arbeitskreis „Färberpflanzen“ und sevengardens/atavus e.V. ausgeweitet werden. Hierdurch war es möglich den Mädchen immer neue Rezepte und Methoden zu zeigen.

 

Garten On Tour

Aufgrund des Bedarfes und festgestellter Mobilitätseinschränkungen junger Mädchen aus sozial schwachen Familien, wurde der Internationale Mädchengarten um den Projektbaustein „Mädchengarten On Tour“ erweitert. So werden Mädchen im gesamten Stadtgebiet die gleichen Natur- und Selbsterfahrungen ermöglicht, wie in den festen Gruppen vor Ort. Die Schwerpunkte der Arbeit lag hierbei auf Aktionen im Kontext von Ressoucenmanagement, Förderung der Kreativität und Umweltbildung.

U. a. wurden folgende Veranstaltungen besucht:

  • Familien- und Erlebnistag der Arbeitsgemeinschaft neues Emschertal
  • Haus Ripshorst in Oberhausen
  • 50. Geburtstag des PARITÄTISCHEN Gelsenkirchen
  • Sommerfest der Künstlersiedlung Halfmannshof e.V
  • Local Heroes Gelsenkirchen- Tag der Kinder
  • Drachenfest auf dem kultur.gebiet CONSOL Gelsenkirchen
  • Besuch der Kongressteilnehmer des Zukunftskongresses “Unter freiem Himmel”
    im Internationalen Mädchengarten

 

Lange Nacht der Jugendkultur

In Kooperation mit dem Mädchenzentrum Gelsenkirchen e.V. wurde im Internationalen Mädchengarten ein Graffiti- Workshop für Mädchen durchgeführt. Angeleitet durch zwei Honorarkräfte aus dem künstlerischen Bereich, wurden die Mädchen an das Medium Sprühfarbe und die Auseinandersetzung mit dieser auf verschiedenen Untergründen herangeführt. Der Kurs diente besonders dafür, den Mädchen einen noch recht männlichdominierten Kunstbereich näher zu bringen.

 

2009

Farben des Gartens

2009 beschäftigte sich der Internationalen Mädchengarten mit den „Farben des Gartens“. Die von der Natur hervorgebrachten Farben und Formen bieten vielfältige Anregungen für eigene Kunstwerke. Der Mädchengarten wird durch verschiedene Methoden in ein Gesamtkunstwerk mit verschiedenen Einzelwerken verwandelt und im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 beim Twins-Projekt „Seven European Gardens“ präsentiert. Ein Schwerpunkt ist das Produzieren eigener Farben aus Pflanzen.

Im Osterferienprogramm machten die Mädchen aus Färberpflanzen Tinten und Wachsmaler und gestalteten damit einzigartige Kunstwerke.  Denn aus einer Reihe von Blumen und Gemüse lassen sich Farbstoffe herstellen. Dazu gehören Färberpflanzen wie Färberkamille oder Färberwau ebenso wie ganz „normale“ Pflanzen und Blumen wie Ringelblumen, Rotkohl, Rote Beete, Petersilie oder Tagetes.

Im Sommerferienprogramm „Eine Welt aus Papier“ haben sich die Mädchen, im Rahmen des Wettbewerbes „Farben einer Stadt – Entente Florale 2009“, von der Papierwelt und ihrer Vielfalt faszinieren lassen. Sie begaben sich auf eine bunte Reise zwischen Papier, Skulptur und Farben. Es wurden vom „einfachen“ Papierstück über Papierbilder bis hin zur Papierskulptur sämtliche Kunstwerke aus Papier erstellt. Einen besonderen Schwerpunkt hatdas selbst geschöpfte Pflanzenpapier gebildet. Ob Brennnessel, Stroh oder Gras, viele Pflanzen bieten beim Papierschöpfen einen Überraschungseffekt der Struktur und Farbe. Die Papiere wurden z.T. anschließend mit selbst herstellten Pflanzenfarben gefärbt oder bemalt.

Eine Auswahl sämtlicher entstandener Kunstwerke wurde im Rahmen des 20- jährigen Jubiläums des Mädchenzentrum Gelsenkirchen e.V. in Form einer Ausstellung präsentiert.

Die Stadt Gelsenkirchen beteiligte sich 2009 an dem internationalen Wettbewerb „Entente Florale“. Der Internationale Mädchengarten arbeitete mit in dem Netzwerk, das den Wettbewerb vorbereitete. Die Beiträge des Mädchengartens zu diesem Wettbewerb war der Färbergarten und die Erarbeitung eines Stadtrundganges zu „Frauengärten“.

Das Projekt wird finanziert von der Kreativwerkstatt Gelsenkirchen.

 

Heilen und Gesundheit ( Albert- Schweitzer- Schule )

Ein weiteres Projekt, das 2009 durchgeführt wird, ist „Heilen und Gesundheit“.

Mit einer Gruppe von Schülerinnen der Albert- Schweitzer- Schule, Förderschule -Förderschwerunkt geistige Entwicklung, wird ein Heilgarten angelegt. Die Mädchen lernen die heilenden Kräfte der Natur kennen und wie aus Kräutern „Heilmittel“ hergestellt werden können.

Außerdem wurde von ihnen in diesem Jahr bereits eine Kräuterspirale gebaut.

 

Labor-Garten (Michael-Ende-Schule)

Das Projekt „Labor- Garten oder wie funktioniert die Natur?“ war ein Geminschaftsprojekt mit dem OGS- Bereich der Michael- Ende- Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.

Hinter dem Projekt steckt ein Gender- Gedanke: Mädchen und Jungen bildeten ForscherInnen-Teams und erhielten je ein Stück Land zur eigenen Bewirtschaftung, das die Basis für ihr jeweiliges eigenes „Labor“ bildete. Der Rest des Gartens wurde gemeinsam bewirtschaftet und gestaltet. Dazu gehörte u.a. der Bau einer Kräuterspirale. Prozesse in der Natur wurden so im Rahmen der Gartenarbeit sichtbar gemacht und praktisch erforscht.

 

„Mach es selbst!“

… war das Motto dieses Partizipations- Projektes!

Nachdem der Garten Ende 2008 einen alten Bauwagen geschenkt bekommen hat, hatten die Mädchen die Idee, diesen für Ihre Zwecke um zugestalten. Da der Bauwagen leider undicht und marode ist, wollten die Mädchen Ihn zuvor reparieren. Die Scheu vor handwerklicher und körperlicher Arbeit haben die Mädchen schon lange im Garten verloren. Da den Mädchen nur eine alte Laube auf dem Grundstück zur Verfügung steht, möchten sich die Mädchen anschließend dort eine „Kuschelecke“, für das Wohlbefinden und eine „Laborecke“ für Ihre Experimente mit Heilkräutern, Papier und Färberpflanzen einrichten.

Dazu haben die „Gartenmädels “ einen Antrag auf Förderung bei der Stiftung Interkultur gestellt und nun kam der Bewilligungsbescheid.

Das Projekt wurde von den Mädchen initiiert und gestaltet. Von der Idee über die Planung und Kostenkalkulation bis hin zum Projektantrag haben die Mädchen unter Hilfestellung alles selbst übernommen. Weiter ist geplant, dass die Mädchen auch die Umsetzung des Projektes übernehmen. Zur Unterstützung soll den Mädchen natürlich eine Ansprechpartnerin zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt war darauf ausgerichtet, den Mädchen den größt möglichen Handlungsspielraum zu lassen. Die Fläche ist kaum fremdbestimmt und wenig vorstrukturiert, so dass die Mädchen ihre  Konzeptideen immer wieder frei und neu entwickeln und umsetzen können. Wichtig ist hier eine Ansprechpartnerin , welche das Konzept „Mach es selbst!“ vorlebt und unterstützt. Die Ideen der Mädchen ernst zu nehmen ist dabei Voraussetzung für ein gelingendes Partizipationsprojekt.

Des weiteren sollten, neben aktiver Partizipation, das Erlernen von sozialem Handeln, Teamfähigkeit, sozialer Kompetenz und der Abbau von Vorurteilen die Ziele sein. Wie bei allen Mädchengarten- Projekten soll auch hier der Umgang mit und in der Natur eine wichtige Rolle spielen. Da das Grundstück weder Strom- noch Wasseranschlüsse besitzt, entwickeln die Mädchen schnell ein Ressourcenbewusstsein.

Durch Abstimmungen und Debatten entwickelten sie bereits zu den Anfängen des Projektes eine demokratische Basis für weitere Entscheidungsprozesse.

Das Arbeitsprinzip des Projektes fließt mittlerweile in alle Projekte des Mädchengartens mit ein.

Dieses Projekt wurde gefördert von der Stiftung Interkultur.

 

2008

Produzieren und Vermarkten

„Produzieren und Vermarkten“ beinhaltete das Anpflanzen, Verarbeiten und Verkaufen von Gemüse, Obst, Kräutern und anderen Produkten aus und um den Garten. Die Mädchen lernten so nicht nur den richtigen Anpflanz- bzw. Erntezeitpunkt der verschiedenen Erzeugnisse kennen, sondern auch das richtige Kalkulieren der Preise durch Auflistung der Ein- und Ausgaben.

Im Sommerferienprogramm „Schmuckstücke der Natur“ haben wir gemeinsam Schmuck aus Filz und anderen Naturmaterialien designt und hergestellt. Nur mit Elementen aus der Natur wie Wolle, Leder, Holz, Steinen und Blättern sollte der Schmuck gestaltet werden, wobei der Schwerpunkt beim Filzen lag.

In dem Herbstferienprogramm „Hexenküche“ lernten die Mädchen mehr über die Nutzungsvielfalt der Pflanzen und Kräuter.  Sie lernten verschiedene Rezepte aus der Naturheilkunde, wie bspw. Ringelblumensalbe, kennen. Ein Teil der produzierten Sachen wurde von den Mädchen auf dem Erntedankfest verkauft.

Dieses Projekt wurde finanziert aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW.

 

Gartenzauber im Silberdunst- Kulturgärten im Internationalen Mädchengarten

„Gartenzauber im Silberdunst – Kulturgärten und Gartenkulturen“ integrierte das Anlegen verschiedener Gartenparzellen innerhalb des Mädchengartens. Jede Parzelle dokumentierte eine Anbauweise einer anderen Kultur. Im Mittelpunkt stand nicht einfach nur das Kennenlernen der Gartenkultur, sondern vielmehr das Verstehen und Entdecken von Gemeinsamkeiten vermeidlich fremder Kulturen.

Zu Beginn des Kurses wurde zusammen mit den Mädchen festgelegt welche Gärten angelegt werden sollten. Wir entschieden uns für einen asiatischen Garten, einen mediterranen Garten, einen orientalischen Garten und einen traditionellen Bauerngarten. In diesem Zusammenhang wurden die typischen Elemente aus den entsprechenden Gärten sowie ihre Bedeutung in den verschiedenen Kulturen besprochen.

Eines der Ziele des Kurses war es, die Mädchen mit fremden Kulturen vertrauter zu machen. Dies wurde während der Arbeit auch immer wieder aufgegriffen. So haben die Mädchen hier zum ersten mal frischen Pfefferminztee („Kaugummi-Tee“) getrunken und einen Spaghettikürbis gegessen. Sie haben orientalische Tänze und mediterrane Gewürze kennengelernt. Es wurde mit den Mädchen über fremde Festtage gesprochen, wie das chinesische Neujahrsfest und das Ramadanfest und die damit verbundene Fastenzeit.  So konnten fremde Kulturen und Bräuche an praktischen Beispielen im Garten für die Mädchen veranschaulicht werden.

Dieses Projekt wurde finanziert von der Kreativwerstatt Gelsenkirchen.

 

 


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